Die Lücke

Die Philadelphia Eagles haben in letzter Zeit einen richtigen Power-Move abgezogen und eine schwammige Stelle im NFL-Regelbuch ausgenutzt, um ihrem Kicker Jake Elliott einen unfairen Vorteil zu verschaffen. In den letzten zwei Wochen haben sie Punter Braden Mann als 12. Mann bei Kickoffs aufs Feld geschickt. Sein Job? Er hielt den Ball direkt auf dem Boden für Elliott fest, um einen "Dirty Ball" zu kreieren – einen fiesen, flachen Knuckleball, den Return-Teams extrem schwer kontrollieren können.

Warum das passiert

Als die NFL 2024 den "Dynamic Kickoff" einführte, gab es eine spezielle Ausnahme, die einen 12. Spieler als Halter auf dem Feld erlaubt. Die Regel war eigentlich dafür gedacht, Teams bei extremem Wind zu helfen, den Ball auf einem Tee zu stabilisieren. Das Regelbuch besagt jedoch, dass Teams ein Tee benutzen dürfen; es schreibt nicht explizit vor, dass ein Halter auch eines benutzen muss.

Das Urteil

Es hat zwar Main-Character-Energie, aber die NFL hat darauf keinen Bock. Bears-Special-Teams-Coordinator Richard Hightower bestätigte am Freitag, dass die Liga plant, die Lücke zu schließen. Tacheles: Wer einen Halter einsetzt, wird in Zukunft verpflichtet sein, den Ball auf ein Tee zu stellen – Schluss mit der Platzierung direkt auf dem Boden. Die einzige Ausnahme? Onside Kicks, bei denen der Ball weiterhin ganz regulär auf dem Boden platziert werden darf.

Warum das wichtig ist

Solche Strategien verbreiten sich in der NFL meistens extrem schnell, sobald andere Teams den Braten riechen. Die Eagles dürfen den Exploit zwar aktuell noch nutzen, aber die Liga handelt zügig, um den "Spirit" des neuen Kickoff-Formats zu wahren und eine Copycat-Welle zu verhindern.