Das Main Character Dilemma
Hast du dich jemals gefragt, wie es sich anfühlt, nur eine Randnotiz in einer riesigen Popkultur-Tragödie zu sein? Genau das ist der Vibe von „Trust Me, I’m A Doctor“. Der Film beleuchtet das Leben von Sandeep Kapoor, dem Arzt, der die legendäre Anna Nicole Smith behandelte. Mit über einer Stunde und 50 Minuten Laufzeit ist das echt ein krasses Commitment für eine Story, die irgendwie ihren roten Faden sucht.
Die Lage spitzt sich zu
Kal Penn schlüpft in die Rolle von Kapoor, einem Arzt, der sich heimlich outet und plötzlich mitten in der chaotischen Welt von Anna Nicole Smith landet. Nachdem er ihr Medikamente gegen ihre Drogensucht verschrieben hat, läuft alles aus dem Ruder. Als Smith und ihr Sohn sterben, bricht sofort ein medialer Shitstorm los. Plötzlich landen Kapoors Krankenakten bei der Polizei, er wird als Verdächtiger abgestempelt und steckt mitten im juristischen Drama mit Smiths Anwalt Howard K. Stern und der Psychiaterin Khristine Eroshevich.
Unser Urteil
Der Film nutzt Brüche mit der vierten Wand und eine Mischung aus echtem und inszeniertem Material, aber das Ergebnis ist irgendwie messy. Auch wenn Kal Penn in den finalen Szenen alles gibt, wirkt der Film oft eher wie eine Parodie als wie ein ernsthaftes Biopic. Abbie Cornishes Darstellung von Smith wirkt wie ein misslungener SNL-Sketch, und ganz ehrlich: Als Dokumentation hätte das Ganze wahrscheinlich deutlich besser funktioniert. Die echten Aufnahmen von Kapoor am Ende sind jedenfalls deutlich packender als der erzählerische Teil davor.
Warum das wichtig ist
Es erinnert uns daran, dass die Welt der Promis ein Biest ist, das jeden in seinem Umfeld verschlingt – egal ob positiv oder negativ. Auch wenn der Film will, dass wir mit Kapoor fühlen, dient er vor allem als eine seltsame, unrunde Zeitkapsel eines Medienzirkus der 2000er, der sich heute immer noch mega chaotisch anfühlt.






