Die Tragödie in Tumbler Ridge
Es ist eine Story, die sich wie ein absoluter Albtraum anfühlt. Am 10. Februar ereignete sich ein schrecklicher Amoklauf an der Tumbler Ridge Secondary School in British Columbia. Dabei kamen acht Menschen ums Leben – darunter fünf Schüler, eine Lehrkraft, die Mutter des Täters und dessen elfjähriger Stiefbruder. Jetzt decken Bundesbehörden auf, wie jemand aus den USA eine dunkle, aktive Rolle bei diesem Chaos gespielt haben soll.
James Cody Bryant, 30, wurde am Dienstagmorgen in Bellingham, Washington, festgenommen. Die Staatsanwaltschaft sagt, Bryant habe nicht nur von dem Angriff gewusst, er soll ihn sogar befeuert haben. Laut dem amtierenden U.S. Attorney Neil Floyd hatte Bryant das Wissen und die Macht, den Schützen, den 18-jährigen Jesse Van Rootselaar, zu stoppen, entschied sich aber stattdessen dazu, ihm zu helfen.
Eine gruselige digitale Verbindung
Die beiden sollen sich vor Jahren auf Omegle kennengelernt und monatelang online Kontakt gehabt haben. Als der Tag des Angriffs kam, wurde die Situation immer schlimmer. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Bryant Van Rootselaar noch dabei half, ein Fahrzeug zu starten, nachdem dieser bereits zwei Familienmitglieder getötet hatte, damit er die Schule erreichen und sein Wüten fortsetzen konnte. Das Ganze ist auf die schlimmste Art und Weise völlig krank. Es kommt noch düsterer: Bryant soll nach einer langen Arbeitsschicht wach geblieben sein, nur um den Angriff für den Schützen, der besessen davon war, Aufmerksamkeit zu erregen, live zu streamen. Der Stream dauerte etwa 20 Sekunden, bevor er abbrach.
Die rechtlichen Folgen
FBI Special Agent in Charge W. Mike Herrington fand klare Worte: 'Wenn du denkst, du bist sicher vor Strafverfolgung, weil du nicht selbst abgedrückt hast... dann denk nochmal nach.' Bryant muss sich derzeit wegen Verschwörung zum Mord in einem fremden Land vor einem Bundesgericht verantworten. Während der Schütze, Van Rootselaar, noch am Tatort an den Folgen einer selbst zugefügten Verletzung starb, ist die Untersuchung noch voll im Gange, da die kanadischen Behörden weitere Anklagen prüfen. Im Ernst: Die Tatsache, dass das Ganze mit einem zufälligen Online-Chat begann und in einer so massiven Tragödie endete, ist eine heftige Erinnerung daran, wie Online-Plattformen missbraucht werden können.
Warum das wichtig ist
Dieser Fall schafft einen riesigen Präzedenzfall: Das Justizministerium signalisiert offiziell, dass man sich nicht hinter einem Bildschirm verstecken kann, um Massengewalt zu erleichtern. Wer aus der Ferne eine Tragödie ermöglicht, wird vom Gesetz eingeholt, no cap.





