Die Story hat es in sich
Der indonesische Autor und Regisseur Eddie Cahyono hat seinen vierten Film, Ibuku, auf dem Busan Film Festival vorgestellt und er ist ein absoluter Mood. Der Film taucht tief in die extrem schwierige Beziehung zwischen einer Mutter, Sumiati (gespielt von der unglaublichen Christine Hakim), und ihrer Tochter Sri (Ayushita Nugraha) ein. Während der Titel „meine Mutter“ bedeutet, bleibt der Fokus die meiste Zeit bei Sumiati – einer frisch verwitweten Frau, die lowkey von der Tatsache verfolgt wird, dass sie ihre Tochter nicht vor einer missbräuchlichen Zwangsehe geschützt hat.
Warum der Film so krass ist
Sri verlässt schließlich ihr Zuhause, um in Saudi-Arabien zu arbeiten und ihrer Situation zu entkommen. Jahre später erfährt ihre Mutter, dass Sri zum Tode verurteilt wurde, weil sie ihren Arbeitgeber getötet hat, der sie vergewaltigen wollte. Harter Tobak. Sumiati ist gezwungen, in ihrem Dorf verzweifelt Geld aufzutreiben, nur um zu versuchen, ihre Tochter ein letztes Mal zu besuchen. Das ist generational trauma pur, aber die Art, wie Cahyono Regie führt, ist extrem nuanciert. Er kritisiert nicht nur gesellschaftliche Missstände; er beleuchtet auch Sumiatis eigene Mitschuld, da sie die Ehe ursprünglich forciert hatte, um die Spielschulden ihres verstorbenen Mannes zu begleichen.
Die Ästhetik ist ein Vibe
Die Kameraarbeit ist wunderschön, besonders in den Szenen, in denen Sumiati Jathilan aufführt – einen traditionellen javanischen Tanz, bei dem es um „Besessenheit“ geht. Der Film setzt auf eine traumhafte, spirituelle Ästhetik, selbst wenn die Handlung tragisch ist. Auch wenn ein paar surreale Momente etwas extra wirken, bleibt der Kern der Geschichte durch Hakims melancholische, vielschichtige Darstellung bodenständig. Es ist ein Schlag in die Magengrube, der zeigt, wie globale Ausbeutungssysteme echte Familien zerstören.
Warum das wichtig ist
Ibuku rückt die reale Ausbeutung von Wanderarbeitern ins Rampenlicht und zeigt, wie systemische Fehler und lokale patriarchale Traditionen Leben ruinieren können. Es ist ein wichtiger Film, der den Schlagzeilen, an denen wir oft einfach vorbeiscrollen, ein menschliches Gesicht gibt.






