Die Predigt, die das Internet spaltet
Father Flourish Klink, eine episkopale Priesterin an der Christ & St. Stephen’s Church in der Upper West Side, geht gerade mit einer Predigt viral, die Social Media ordentlich aufmischt. In einem Livestream-Clip behauptete Klink – die sich selbst als nicht-binär und transgender identifiziert –, dass Gott nicht-binär sei und Jesus Christus eine Trans-Person gewesen sei.
Die Logik hinter der Behauptung
Klinks Argumentation basiert auf der Idee, dass Menschen bei der Geburt aufgrund ihres Aussehens ein Geschlecht zugewiesen bekommen, was jedoch nicht immer mit dem "innersten Selbst" übereinstimmen müsse. Klink erklärte, dass Maria bei der Geburt von Jesus das Label "Junge" vergeben habe, doch da Gott von Natur aus nicht-binär sei, habe das wahre Selbst Jesu nicht mit dieser anfänglichen Zuweisung korrespondiert. Die Priesterin deutete sogar an, dass die Erscheinung Jesu nach der Auferstehung – die manche Jünger laut Überlieferung nicht direkt einordnen konnten – ein Beweis dafür sei, dass er in sein wahres Selbst "transitioniert" sei. "Ich glaube, Jesus wurde nicht nur verwandelt; ich glaube, Jesus hat eine Transition vollzogen", sagte Klink vor der Gemeinde.
Warum das wichtig ist
Die Clips haben bei vielen Zuschauern heftige Reaktionen hervorgerufen. Kritiker bezeichnen die Predigt als "gotteslästerlich" und verweisen auf Bibelstellen, in denen Jesus von Geburt an als Sohn beschrieben wird. Das ist nicht das erste Mal, dass eine solche theologische Sichtweise öffentlich diskutiert wird; bereits 2021 hatte der demokratische Senatskandidat aus Texas, James Talarico, ähnliche Aussagen über einen nicht-binären Gott gemacht. Talarico ruderte später zurück und erklärte, er habe lediglich provozieren wollen. Für dich bedeutet das, dass ein hitziger Kulturkampf darüber neu entfacht ist, wie traditionelle religiöse Narrative in modernen, inklusiven Räumen neu interpretiert werden. Fakt ist: Für viele werden diese Grenzen zwischen Glaube und Geschlechtsidentität zu einem zentralen Schauplatz der öffentlichen Debatte.






