Für die Seattle Storm läuft es aktuell echt nicht rund, um ehrlich zu sein. Mit einer Bilanz von 8-35 haben sie den ligaweiten Rekord für die meisten Niederlagen in einer Saison aufgestellt und sind das Schlusslicht der Tabelle. Aber wenn man mal über den Scoreboard-Schock hinwegsieht, merkt man, dass Flau'jae Johnson auf dem Court komplett rasiert. Seit ihrem Trade nach Seattle am Draft-Abend liefert der 8. Overall-Pick ab: Wir reden hier von 14,8 Punkten, 4,8 Rebounds, 2,9 Assists und 1,4 Steals pro Spiel. Sie hat offiziell die Rookie-Rekorde der Storm für Gesamtpunkte (605), 3-Punkte-Würfe (60) und Steals (57) pulverisiert. ## Der Struggle ist real, aber die Zukunft sieht gut aus Es war bisher kein leichter Weg für Johnson, die vom Gewinn des nationalen Titels an der LSU zu einem Team kam, das 16 „Clutch“-Spiele verloren hat – die dritthöchste Anzahl in einer Saison seit 2006. Sie ist offen damit umgegangen, wie schwer die Niederlagenserie für sie ist, und wurde nach den letzten Pleiten auch mal emotional. Aber die Stimmung in der Kabine ist nicht komplett im Keller. Johnson ist die Leitfigur eines jungen Kerns, zu dem auch die 20-jährigen Talente Dominique Malonga und Awa Fam gehören. Dass das Team knappe Spiele nicht über die Bühne bringt, sind im Grunde nur Anlaufschwierigkeiten für ein extrem junges Team, das das System noch lernen muss. Johnson selbst hat zuletzt einen krassen Sprung gemacht und in den letzten 10 Spielen 65,2 % in der Restricted Area und 40,8 % von der Dreierlinie getroffen. ## Warum das wichtig ist Johnson beweist, dass sie das Gesicht der Franchise werden kann. Trotz der miesen Bilanz entwickelt sie sich zu einer High-Level-Playmakerin und sammelt genau die Erfahrung, die nötig ist, um die knappen Niederlagen nächste Saison in Siege zu verwandeln. Sie ist so gut wie sicher für das All-Rookie-Team gesetzt, und ihre Arbeitsmoral zeigt, dass für diese junge Storm-Truppe das Beste erst noch kommt.