Eine neue Hürde für Chicago
Bei den Chicago Bears läuft es gerade alles andere als rund. Nachdem Caleb Williams in Woche 2 eine Oberschenkelverletzung erlitt, hat sich die Quarterback-Situation im Team extrem zugespitzt. Es ist zwar keine Saison-Aus, aber Williams wird beim kommenden Monday-Night-Spiel gegen die Philadelphia Eagles safe fehlen. Um das Ganze noch komplizierter zu machen: Backup Tyson Bagent steckt aktuell im Concussion-Protokoll, womit der 38-jährige Routinier Case Keenum als wahrscheinlicher Starter feststeht.
Für Head Coach Ben Johnson ist das eine völlig neue Erfahrung. Während seiner gesamten Karriere als Offensive Coordinator und Head Coach musste Johnson noch nie einen Gameplan für einen Starter entwerfen, der kein Nr. 1 Draft-Pick war. Er hatte bisher bei der Gesundheit seiner Quarterbacks extrem viel Glück und hat noch nie ein Spiel gecoacht, in dem sein QB1 nicht verfügbar war.
Den Gameplan anpassen
Sollte Keenum gegen Philadelphia starten, wird er zu einem der ältesten undrafted Quarterbacks, die jemals ein NFL-Spiel begonnen haben. Um diese Woche zu überstehen, werden die Bears wohl massiv auf ihr Laufspiel setzen müssen. Trotz der bitteren 9:3-Niederlage letzte Woche führen die Bears die Liga bei den Rushing-Yards an – mit durchschnittlich 212,5 Yards pro Spiel. Mit D'Andre Swift und Kyle Monangai als Ballträgern wird Chicago versuchen, die Defense der Eagles auszunutzen, die zu Beginn der Saison große Probleme gegen den Lauf hatte.
Warum das wichtig ist
Das ist ein echter Härtetest für Ben Johnsons Reputation. Wenn er beweist, dass er ein Primetime-Spiel mit einem Backup als Quarterback gewinnen kann, würde das seinen Status als einer der anpassungsfähigsten jungen Coaches der Liga endgültig zementieren.





