Das Drama um die 'TikTok-Schlange'
Real talk: Wir alle lieben gute Food-Empfehlungen, aber was gerade bei Fabel Friet in Amsterdam abgeht, ist für die Anwohner offiziell nightmare fuel. Der Laden, bekannt für seine Pommes mit Parmesan und Trüffel-Mayo, ist dank TikTok zum absoluten Hotspot geworden. Aber für die Leute, die in der Runstraat wohnen, sind die Vibes einfach nur noch belastend.
Neunzehn Nachbarn haben die Stadt nun verklagt. Sie behaupten, dass die Popularität des kleinen Ladens ihr Viertel in ein totales Chaos verwandelt hat. Die Probleme? Touristen, die die Kanäle blockieren, Müll überall und – was am schlimmsten ist – Ratten und Möwen, die vor ihrer Haustür angelockt werden.
Ist das zu viel?
„Wir befinden uns in einer Art Krieg“, sagt Anwohner Thomas van Leeuwen. Die Nachbarn argumentieren, dass der Laden so klein ist, dass sich das komplette Erlebnis auf der Straße abspielt – was lowkey nicht dafür ausgelegt ist, tausende hungrige Influencer abzufertigen.
Auf der anderen Seite spüren die Besitzer, Abel Klatser und Floris Feilzer, den Druck. Sie betonen, dass sie ihr „Herzblut“ in das Geschäft gesteckt haben und bereits vier Mal täglich professionelle Reinigungsdienste bezahlen. Ihr Anwalt, Gertjan Teeuwen, wies darauf hin, dass die Besucherzahlen im August sogar um 23 % zurückgegangen seien.
Das große Ganze
Hier geht es nicht nur um Pommes, sondern um eine Grundsatzdebatte über „viralen Urbanismus“. Ist unser öffentlicher Raum dazu da, als Kulisse für Content Creator zu dienen, oder ist er für die Leute da, die dort tatsächlich leben? Ein Ratsmitglied der christdemokratischen Partei merkte an, dass der Laden zwar vielleicht einen größeren Standort braucht, der Tourismus aber für Amsterdams Wirtschaft essenziell bleibt – er sichert 70.000 Arbeitsplätze.
Der Anwalt der Stadt gab zu, dass die Situation ernst ist, und wartet nun auf die gerichtliche Entscheidung, ob die Lizenz entzogen werden soll. Das Urteil wird für den 12. November erwartet.
Warum das wichtig ist
Dieser Fall beleuchtet die messy Realität von Social-Media-getriebenem Tourismus. Es ist ein Weckruf dafür, wie „virale“ Orte lokale Communities belasten, und beweist: Nur weil ein Ort online ein W ist, kann er für die Nachbarschaft trotzdem ein L sein. Wenn ihr reist, denkt immer daran, wo ihr steht – lasst eure Main-Character-Energie nicht das Wohnzimmer von anderen ruinieren.






