Der Wandel ist real

Epic Games setzt bei seiner riesigen 1,5-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit Disney voll auf einen "KI-zuerst"-Ansatz. Falls ihr euch schon auf den kommenden Marvel- und Star Wars-Shooter gefreut habt: Erstmal abwarten, denn das Projekt liegt auf unbestimmte Zeit auf Eis. Berichten zufolge ist der Umbruch so krass, dass interne Workflows handgeschriebenen Code komplett aufgegeben haben – zugunsten von Assets, die vollständig durch KI-Modelle wie Anthropics Claude generiert werden. Die Devs sind jetzt eher "Manager" des KI-Outputs statt Entwickler.

Ein W oder ein L?

Epic-CEO Tim Sweeney pusht den Hype extrem und behauptet auf Social Media, das Ziel sei es, Teams zu ermöglichen, "MEHR und BESSERE" Dinge zu bauen. Er ist super überzeugt davon, dass das alles verändern wird, und argumentiert, dass KI-Kennzeichnungspflichten wie bei Steam bald irrelevant sind, weil KI laut ihm sowieso bald überall drinstecken wird.

Aber mal ehrlich: Das Ganze kommt nach einem Jahr, in dem Epic schon über 1.000 Jobs gestrichen hat. Außerdem gab es schon echt cringe Momente, wie damals, als ein KI-gesteuerter Darth Vader in Fortnite anfing, im Stream zu fluchen. Auch wenn Epic betont, sie wollten keine Menschen ersetzen, ist die Industrie gespalten. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Devs nutzen KI zwar fürs Brainstorming, aber nur wenige vertrauen ihr, wenn es um echten, funktionierenden Code geht.

Warum das wichtig ist

Es ist ein massives Experiment. Epic versucht, die traditionelle Entwicklung in ein KI-beschleunigtes Fabrikmodell zu verwandeln. Wenn das wirklich klappt, könnte das die Art und Weise, wie AAA-Games entstehen, für immer verändern. Aber wenn die "endlosen Dialoge" und "interaktiven Welten", die Sweeney verspricht, am Ende nur buggy und seelenlos wirken, sind die Vibes für die Zukunft des Gamings vielleicht komplett im Eimer.