Der Vibe Check bei E-Paper

Wenn du schon mal einen Farb-E-Reader ausprobiert hast und dachtest, die Farben wirken ausgewaschen oder der Text wirkt irgendwie dunkel, dann hast du dir das nicht eingebildet. Die aktuelle E-Ink-Technik, Kaleido 3 (in Geräten wie dem Kindle Colorsoft oder diversen Kobo-Tablets), basiert auf einem Farbfilter über einem Schwarz-Weiß-Panel. Es funktioniert, ist aber in Sachen Schärfe und Kontrast lowkey ein bisschen mid.

Jetzt haut das Unternehmen die nächste Iteration raus: Kaleido 4. Sie versprechen, dass damit viele der "das gibt uns Low-Budget-Vibes"-Probleme gelöst sind. Die wichtigsten Upgrades sind 15% mehr Weißreflexion und ein massiver Boost von 50% beim Kontrast, was normalen Text wesentlich crispier aussehen lassen sollte, ohne dass er wirkt, als wäre er hinter einem grauen Schleier gefangen.

Warum das wichtig ist (und warum es trotzdem kein iPad ist)

Bleiben wir mal kurz realistisch: Das ist keine Konkurrenz für das OLED-Display deines iPhones. Kaleido 4 ist immer noch auf 4.096 Farben begrenzt, verglichen mit den Millionen, die dein Phone raushaut. Aber zum Lesen? Ein absoluter W.

Der eigentliche Tea ist die Performance. Dank einer neuen Oxide-TFT-Backplane wurde die Bildwiederholrate auf 18 fps angehoben. Das ist schnell genug, um tatsächlich Videos auf einem E-Ink-Bildschirm zu schauen, ohne dass es wie ein glitchiges Chaos aussieht. Es ist im Grunde das nerdigere, funktionalere Upgrade, auf das wir gewartet haben.

Das erste Gerät, das mit dieser Technik flexen darf, ist das Hanvon M10C II, ein Tablet zum Notizen machen, das in China erscheint. Es kommt mit einer mikro-geätzten Glasoberfläche, um Spiegelungen zu killen – was highkey die richtige Entscheidung ist, wenn du das Ding draußen benutzen willst. Wir haben noch keine Infos dazu, wann die großen Player wie Amazon oder Kobo das adaptieren, aber die Story um den E-Reader-Markt wird definitiv spannender. Sag weniger, E Ink – bringt das Ding einfach in die Regale.