Die Situation an der Cornell University wirkt extrem fragwürdig. Im Rahmen der laufenden Ermittlungen zur mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin auf einer Party der Studentenverbindung Chi Phi ist neues Videomaterial aufgetaucht – und der Tea ist wirklich messy. In den Clips erzählt eine ungenannte Studentin der Campus-Polizei, dass die Verbindungsbrüder geheime Treffen abhielten, um ihre Aussagen abzustimmen. Sie behaupteten angeblich, das Geschehene sei lediglich eine „konsensuale Orgie“ gewesen, und forderten sie dazu auf, den Mund zu halten, da es sonst „schlecht für unser Image“ wäre. Die Lage eskaliert lowkey, da anonyme Hinweise nahelegen, dass die Verbindungsführung Zeugen unter Druck setzte, um den Ruf des Hauses zu schützen. Als Ermittler zwei weitere Verbindungsbrüder konfrontierten, leugneten diese, dass es ein spezifisches Treffen zur Vertuschung gegeben habe; sie bestanden darauf, es sei lediglich ihr reguläres wöchentliches Chapter-Meeting gewesen. Unterdessen zeigen Textnachrichten, die nach dem Vorfall bekannt wurden, wie der Präsident der Verbindung Kontakt mit Matthew Ingalls aufnahm – dem Studenten, der das Opfer angeblich eingeladen hatte –, um einen „Aktionsplan“ zu besprechen, nachdem die Anzeige bekannt wurde. Ingalls, einer der sieben Männer, die in der Klage des Opfers namentlich genannt werden, bestreitet jegliches Fehlverhalten und versuchte sogar, sich selbst als Opfer darzustellen, mit der Begründung, er sei zu betrunken für eine Zustimmung gewesen. Alle sieben beschuldigten Brüder weisen die Vorwürfe von sich. ## Warum das wichtig ist Die Geschichte wird immer komplexer, da der Fall nicht mehr nur in lokalen Händen liegt. Letzten Freitag entzog Gouverneurin Kathy Hochul den Fall der lokalen Staatsanwaltschaft, und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James leitet nun die Untersuchungen. Die Klage wirft der Universität zudem vor, beim ersten Bericht des Vorfalls im Oktober 2024 nicht gehandelt zu haben. Für Studierende ist dies eine massive Erinnerung daran, die eigenen Rechte zu kennen und zu wissen, wie Institutionen mit ernsthaften Anschuldigungen umgehen – oder eben versagen.