Das TL;DR
Cloudflare hat gerade angekündigt, dass sie Deno übernehmen, das Startup hinter der beliebten Programmier-Runtime. Die finanziellen Details sind aktuell noch unter Verschluss, aber das Ziel ist klar: Cloudflare Workers – die Plattform, auf der man Code direkt in ihrem globalen Netzwerk ausführen kann – soll noch besser werden.
Warum Deno?
Falls du nicht tief im Backend-Game drinsteckst: Deno ist eine moderne, auf Speed fokussierte Alternative zum klassischen Node.js. Es wurde von Ryan Dahl (der auch Node.js erfunden hat) und Bert Belder mitgegründet. Kürzlich hat das Deno-Team ein Open-Source-Projekt namens 'celld' veröffentlicht, mit dem man Cloudflare Workers lokal ausführen kann.
Kenton Varda, Principal Engineer bei Cloudflare Workers, sagte, das Team sei regelrecht "begeistert" von dem Projekt. Es räumt komplett mit der Theorie auf, dass Cloudflare Nutzer nur in ihre eigene Plattform einsperren wollte, indem sie ihre Tech proprietär halten. Im Ernst: Sie entscheiden sich stattdessen für Offenheit.
Der Endgame-Plan
Dahl hat verraten, dass sein Team jetzt zu Cloudflare wechselt, um dabei zu helfen, das Workers-Modell zum Industriestandard für den Bau von Servern zu machen. In der Vergangenheit haben sie rund 26 Millionen Dollar eingesammelt, wobei Sequoia die Series A anführte – das ist also ein absolut heftiger Move für die Infrastruktur-Welt.
Warum das wichtig ist
In einer Welt, in der jeder will, dass sein Code portabel ist, wettet Cloudflare darauf, dass "Open Source" eher ein W für das Business ist als ein Risiko. Indem sie die Expertise von Deno ins Haus holen, versuchen sie, "Serverless"-Computing weniger wie ein geschlossenes Ökosystem wirken zu lassen und mehr wie einen Standard, den jeder nutzt. Wenn sie das durchziehen, könnte Backend-Entwicklung eine ganze Ecke weniger nervig werden.





