Der postapokalyptische Vibe-Shift

Real talk: Wenn wir an den Asteroiden denken, der vor 66 Millionen Jahren die nicht-vogelartigen Dinosaurier ausgelöscht hat, haben wir meist pures Chaos im Kopf. Tsunamis, Trümmer und ein massives L für die prähistorische Welt. Aber eine neue Studie, die in Communications Earth & Environment veröffentlicht wurde, deutet darauf hin, dass die Nachwirkungen des Chicxulub-Einschlags tief unter Wasser eigentlich ein gigantisches, 8 Millionen Jahre andauerndes "Bruthaus" für Leben geschaffen haben.

Tief im Krater gegraben

Forschende dachten bisher, dass die hydrothermalen Systeme an der Einschlagstelle nur etwa 2 Millionen Jahre aktiv waren. Aber ein Team unter der Leitung von Annemarie Pickersgill von der University of Glasgow hat 1 Kilometer tief in die Einschlagszone auf der Halbinsel Yucatán gebohrt, um genauer hinzusehen. Durch die Messung des Kalium-Argon-Zerfalls in Feldspatgestein fand das Team heraus, dass das System weitaus länger heiß blieb, als man dachte – und zwar von vor 66 Millionen bis vor 58 Millionen Jahren.

Es ist der absolute Survival-Modus. Der Einschlag war so heftig, dass Gestein bis zu 35 Kilometer tief geschmolzen wurde und poröse Kanäle entstanden. Meerwasser sickerte ein, erhitzte sich und verwandelte sich in ein nährstoffreiches Bad, das der ultimative Cozy-Spot für Mikroorganismen gewesen sein könnte, die den aussterbenswürdigen Vibes an der Oberfläche entkommen wollten.

Warum das wichtig ist

Obwohl das Team nicht bestätigt hat, ob tatsächlich Mikroben eingezogen sind, sind 8 Millionen Jahre ein riesiges Zeitfenster für das Überleben von Leben. Pickersgill merkt an, dass Chicxulub im Vergleich zu anderen Kratern im Weltraum eigentlich als klein gilt. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass größere Einschläge auf der frühen Erde oder anderen Planeten noch langlebigere hydrothermale Oasen geschaffen haben. Ein W für unser Verständnis davon, wie sich Leben an den unerwartetsten Orten behauptet.