Der Vorfall im Fitnessstudio

Stell dir vor, du bist beim Sport, machst ganz entspannt Brustpresse, und plötzlich spürst du ein „Plopp“ in deinem Körper. Genau das passierte einem 34-Jährigen im Mai 2017. Er hatte keine Schmerzen, wurde aber schlagartig schlapp und verlor das Gefühl im linken Bein. Er ging erst ins St Thomas’ Hospital in London, aber nachdem MRT-Bilder verloren gingen und das Personal sie nicht finden konnte, wurde er mit der Vermutung auf eine Wirbelsäulenprellung entlassen.

Die lebensrettende Intervention

Real talk: Wir müssen Leute feiern, die für ihre Liebsten kämpfen. Der Partner des Mannes, Luke – damals Intensivpfleger –, akzeptierte die Diagnose nicht und forderte einen Scan. Ein Glück, denn die Ärzte fanden eine massive Hirnblutung durch eine arteriovenöse Malformation (AVM), ein knäuelartiges Geflecht aus Blutgefäßen. Hätte er die ursprünglich empfohlenen Blutverdünner genommen, wäre das tödlich ausgegangen.

Die OP und der „Ups“-Moment

Da die AVM ein komplexer Grad 4 war, dauerte die OP massive 16 Stunden und erforderte drei Neurochirurgen. Die Operation war erfolgreich, aber die Info danach war lowkey chaotisch: Der Chirurg musste kleinlaut zugeben, dass kurz vor Ende des Eingriffs ein Stück des Schädels versehentlich auf den Boden gefallen war.

Anstatt Monate auf einen 3D-Druck-Ersatz zu warten, reinigten die Ärzte den Knochen und gaben dem Patienten eine extra Portion Antibiotika, um eine Infektion zu vermeiden. Der Mann, der sich mittlerweile vollständig erholt und seinen Partner geheiratet hat, findet die ganze Story heute einfach nur lustig. „Ich liebe die Vorstellung, wie sie es aufheben, kurz abklopfen und sagen: ‚Fünf-Sekunden-Regel!‘“, erzählte er.

Warum das wichtig ist

Abgesehen von der wilden „Schädel-Story“ zeigt dieser Fall, wie extrem wichtig es ist, sich im medizinischen Umfeld für sich selbst einzusetzen. Die Chirurgen nutzen seinen Fall zudem, um zu beweisen, dass auch größere, komplexe AVMs erfolgreich entfernt werden können – was anderen in ähnlichen Situationen Hoffnung gibt.