Die Details zum Deal
Die Private-Equity-Firma Sycamore Partners befindet sich angeblich in fortgeschrittenen Verhandlungen, Boots für 9 Mrd. $ (7 Mrd. £) an den kanadischen Zweig der Weston-Familie zu verkaufen. Ein Deal könnte schon nächste Woche stehen – ein krasser W für die Westons, die im Retail-Game sowieso schon absolute Big Player sind. Ihnen gehören bereits der Lebensmittelgigant Loblaws und die Apothekenkette Shoppers Drug Mart in Kanada. Wenn das durchgeht, ist das absolute Comeback-Energy; die Familie besaß früher schon Selfridges, bevor sie das Kaufhaus 2022 für 4 Mrd. £ verkauften.
Wie es dazu kam
Sycamore Partners hatte die Walgreens Boots Alliance 2025 für 23,7 Mrd. $ geschluckt. Seitdem sind sie hart am Restrukturieren und haben den riesigen Konzern in fünf eigenständige Firmen aufgespalten. Dieser mögliche Verkauf folgt auf den gescheiterten Versuch, Boots diesen Sommer für 10 Mrd. $ an die australische Sigma Healthcare Gruppe zu verkaufen – ein Deal, der komplett gefloppt ist.
Boots wurde in den letzten zwei Jahrzehnten wie eine heiße Kartoffel hin- und hergereicht. Von den bescheidenen Anfängen 1849 in Nottingham über die Übernahme durch KKR im Jahr 2007 bis hin zum letztendlichen Kauf durch Walgreens hat die Marke wirklich alles mitgemacht.
Warum das wichtig ist
Boots ist mit 1.800 Filialen und rund 51.000 Mitarbeitern ein absolutes Urgestein der britischen High Street. Dem Unternehmen geht es eigentlich ziemlich gut: Diesen Sommer wurde ein Anstieg der Vorsteuergewinne um 25 % auf 337 Mio. £ gemeldet, was vor allem an der hohen Nachfrage nach Beauty-Produkten und Abnehmspritzen liegt. Für die Westons ist es ein High-Stakes-Move, um ihren Einfluss auf den britischen Retail-Markt wieder voll zu etablieren.






