Die Lage bei den BTC-Treasuries spitzt sich zu

Wer die Märkte verfolgt, weiß, dass MSCI gerade Moves macht, die für Unternehmen mit dicken Krypto-Beständen krasse Folgen haben könnten. Das Bitcoin Policy Institute (BPI) hat gerade ein neues Paper namens Wall Street’s Invisible Committee veröffentlicht, das berechtigte Fragen dazu aufwirft, wie MSCI seine Index-Regeln anpassen will.

Im Grunde plant MSCI eine neue Regel, um Firmen als „nicht-operative Unternehmen“ einzustufen. Der Haken? Die Methodik scheint gezielt Unternehmen anzuvisieren, die ihren Wert eher aus dem Halten von Assets beziehen als aus klassischen operativen Geschäften. Laut MSCI-eigenen Simulationen könnten MicroStrategy, Metaplanet und sogar das Uran-Unternehmen Yellow Cake aus ihren Indizes fliegen.

Ein Shadow-Ban für Krypto?

Mal Real-Talk: Das BPI ist skeptisch. Sie haben Metadaten gefunden, die darauf hindeuten, dass der Vorschlag nur eine Neuauflage eines Versuchs aus dem Jahr 2025 sein könnte, Unternehmen mit digitalen Assets in der Bilanz auszuschließen – ein Plan, den MSCI nach heftigem Community-Gegenwind eigentlich schon eingestampft hatte. Das BPI stellt infrage, ob die „breitere Formulierung“ nur eine Maske ist, um das Ziel doch noch zu erreichen.

Sollten diese Firmen gestrichen werden, könnte der Fallout heftig werden. Fonds, die diese Indizes abbilden, wären gezwungen, ihre Anteile abzustoßen. Bereits 2025 schätzten Analysten von JPMorgan, dass MicroStrategy Abflüsse von 2,8 Milliarden Dollar drohen könnten, falls es ausgeschlossen wird.

Das „unsichtbare“ Problem

Das BPI kritisiert MSCI außerdem für seine schwammigen Definitionen. Sie merkten an, dass „operative Vermögenswerte“ nicht einmal ein standardisierter Buchhaltungsbegriff nach GAAP oder IFRS ist. Durch eine solch vage Definition könnte MSCI viel zu viel Spielraum haben, was als legitimes Geschäft zählt. Das könnte potenziell auch kapitalintensive Projekte wie Minen oder Satellitennetzwerke benachteiligen, die nicht einmal etwas mit Krypto zu tun haben.

MSCI hat die Feedback-Phase am 30. September abgeschlossen; die finale Entscheidung wird für den 16. Oktober erwartet. Wenn sie das durchziehen, könnten die Änderungen ab November greifen.

Warum das wichtig ist

Hier geht es nicht nur um Index-Mathematik, sondern um institutionellen Zugang. Wenn große Index-Anbieter anfangen, Unternehmen nur deshalb auszugrenzen, weil sie eine Bitcoin-lastige Bilanz haben, ist das ein massives L für die Corporate Adoption. Nur zur Info: Das ist keine Finanzberatung, also bleibt risikobewusst und macht eure eigene Recherche, bevor ihr irgendwo einsteigt.