Bill Gates legt sein übliches Tech-Optimisten-Image ab und wird deutlich düsterer. In einem Gespräch mit Kristen Welker für die dieswöchige Sendung 'Meet the Press' warnt der Milliardär, dass künstliche Intelligenz das Potenzial hat, eine Milliarde Menschenleben zu fordern.
Der Reality-Check
Das klingt zwar nach der Handlung eines Sci-Fi-Thrillers, aber Gates meint es absolut ernst. Er erklärte gegenüber NBC, dass es zwar schwierig sei, die gesamte Menschheit auszulöschen, wir aber noch nie eine so gefährliche Waffe gesehen hätten wie die aktuelle KI-Generation – besonders wenn sie auf Menschen mit bösen Absichten trifft. Klartext: Er glaubt, das Risiko ist nicht nur ein technischer Fehler, sondern ein Problem der Bewaffnung.
Das ist kein zufälliger heißer Take. Bereits im August veröffentlichte Gates ein Memo, in dem er KI als folgenschwerer bezeichnete als fast alles andere in der Geschichte. Er warnte bereits früher, dass ohne einen ernsthaften Kurswechsel eine 'sehr hohe Wahrscheinlichkeit für ein negatives Gesamtergebnis' für die Gesellschaft bestehe, und stellte die Technologie entweder als unseren größten Gleichmacher oder als unsere schlimmste Quelle für Ungerechtigkeit dar.
Warum das wichtig ist
Was das für dich bedeutet: Während KI immer schneller in unseren Alltag integriert wird, fangen die Entwickler an, wegen der langfristigen Risiken panisch zu werden. Gates fordert von Regierungen und politischen Parteien, dass sie aufhören, Spielchen zu spielen und jetzt sofort zusammenarbeiten, um Leitplanken zu errichten. Wenn nicht, sagt er im Grunde, dass die Technologie völlig außer Kontrolle geraten könnte. Fakt ist: Selbst die Typen, die die Branche aufgebaut haben, bekommen langsam das Gefühl, dass hier etwas gewaltig schiefläuft.





