Die Situation
Real talk: Das Drama auf Kalshi erreicht ein völlig neues Level. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ermittelt offiziell gegen Adam Kinzinger wegen seiner Aktivitäten auf der Prognose-Plattform. Konkret geht es um Trades, die er zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 platzierte, als es darum ging, ob er von Joe Biden eine Begnadigung erhalten würde.
Kinzinger, der im Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zum Angriff auf das Kapitol am 6. Januar saß, bestätigte, auf seine eigene Begnadigung und die Wahrscheinlichkeit gewettet zu haben, dass Biden vor seinem Ausscheiden aus dem Amt präventive Begnadigungen aussprechen würde. In seinen letzten Stunden tat Biden genau das – er begnadigte Kinzinger und andere Personen, die mit dem Ausschuss zu tun hatten. Ein Move, der bei Donald Trump für massiven Hate sorgte.
Die Degen-Details
Bevor du jetzt denkst, er ist ein High-Roller: Die Zahlen sind eigentlich ziemlich mid. Kinzinger behauptet, er habe mit diesen Trades etwa 823 Dollar gemacht. Er sagt, er habe insgesamt etwa 25 Wetten platziert und dabei meistens Ls eingesteckt.
Er weist jedes Fehlverhalten von sich und betont, dass er zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Amt war, nicht kandidierte und keinerlei Insider-Informationen hatte. Außerdem will er vorab die Regeln von Kalshi gecheckt haben, die es Nutzern eigentlich verbieten, auf Ergebnisse zu wetten, die sie persönlich beeinflussen können oder über die sie nicht-öffentliche Informationen besitzen. Kinzinger sagte gegenüber Politico, dass er bisher weder von der CFTC noch von Kalshi bezüglich der Untersuchung kontaktiert wurde.
Kalshis Bilanz
Das ist nicht das erste Mal, dass Kalshi mit 'Main Character Energy'-Verhalten zu tun hat. Die Plattform hatte zuvor schon Kandidaten gesperrt, weil sie auf ihre eigenen Rennen wetteten, und den ehemaligen Abgeordneten George Santos sogar dauerhaft gebannt, weil er gegen seine eigene Anwesenheit bei der State of the Union gewettet hatte.
Es ist schon ironisch, denn Kinzinger selbst hat Kalshi in der Vergangenheit hart kritisiert und Märkte über das Verhalten von Kongressmitgliedern mal als „Zeitbombe der Korruption“ bezeichnet.
Warum das wichtig ist
Die CFTC befindet sich aktuell auf einem Kreuzzug gegen potenzielle Marktmanipulation. Sie haben Börsen kürzlich davor gewarnt, dass Verträge, die das Verhalten spezifischer Personen betreffen, ein hohes Risiko bergen. Erst kürzlich verdonnerten sie einen ehemaligen Mitarbeiter des Weißen Hauses zu einer Strafe von 172.000 Dollar, weil er auf Reden des Präsidenten gewettet hatte. Denk dran: Das ist keine Finanzberatung und die rechtliche Lage für Prognosemärkte entwickelt sich extrem schnell. Pass auf deine Bags auf.






