Das 3D-Glow-Up

Erinnert ihr euch noch, wie 3D der größte Technik-Flop unserer Kindheit war? Es war lowkey einfach nur schlecht – die Polarisationsbrillen haben alles dunkel und unscharf gemacht, und die Technik war einfach nie ausgereift. Aber mal ehrlich: 3D erreicht endlich seine Main-Character-Ära und ist den Hype mittlerweile wirklich wert.

Das Geheimrezept ist nicht etwa eine neue Kinoleinwand, sondern Videobrillen und VR-Headsets. Da diese Geräte für jedes Auge einen eigenen, dedizierten Bildschirm haben, entfällt diese halbierte Auflösung, die 3D-Filme früher komplett ruiniert hat. Egal ob der Ozean in Vaiana oder die raue Ästhetik in Mad Max: Fury Road – die Tiefe ist absolut krass.

Der Haken: Es ist ein ziemlicher Grind

Okay, warum nervt das Ganze dann immer noch? Weil Hollywood es uns echt nicht leicht macht. Man kann bei Netflix nicht einfach auf Play drücken. 4K-Blu-rays unterstützen kein 3D, und die wenigen 3D-Blu-rays, die noch existieren, sind quasi digitale Fossilien. Aktuell sind Nerds damit beschäftigt, Discs auf SD-Karten zu rippen, obskure Software zu nutzen und stundenlang zu tüfteln, nur um einen Film auf Geräten wie der Xreal One Pro oder einem Steam Deck zum Laufen zu bringen. Definitiv ein W für die Nerds, aber für Normalos ist das Ganze noch mit zu viel Aufwand verbunden.

Warum das wichtig ist

Die gute Nachricht ist, dass Streaming endlich aufholt. Meta arbeitet daran, riesige 3D-Bibliotheken für Apps wie Disney Plus, HBO und Peacock auf Headsets wie die Quest 3 und die kommende Meta VR-Brille zu bringen. Sarah Malkin, Metas Director of Entertainment, hat bestätigt, dass diese Filme preislich mit normalen 2D-UHD-Verleihtiteln gleichziehen werden. Wir treten offiziell in eine Phase ein, in der man kein 3.500-Dollar-Headset mehr braucht, um das Erlebnis zu haben. 3D entwickelt sich endlich von einem billigen Kinotrick zu einer legitimen Art, seine Lieblingsfilme zu schauen.