Die Stimmung im Rennen um das Amt des Superintendent of Public Instruction in Kalifornien ist absolut angespannt. Ein geleaktes Video zeigt Julie Van Winkle, eine hochrangige Funktionärin der United Teachers Los Angeles (UTLA), wie sie Mitglieder dazu drängt, für den Gegenkandidaten Richard Barrera zu stimmen, während sie gleichzeitig heftig gegen seine Konkurrentin Sonja Shaw austeilt.

In der Aufnahme nimmt Van Winkle kein Blatt vor den Mund, bezeichnet Shaw als 'MAGA-Lady' und warnt, dass ein möglicher Sieg von ihr ein 'riesiges Problem' für die Gewerkschaft bedeuten würde. Sie rahmt die Wahl als Möglichkeit ein, zu 'verhindern, dass diese MAGA-Lady die Kontrolle über das öffentliche Bildungswesen übernimmt', und fordert die Mitglieder auf, sich hinter Barrera, den Präsidenten des Schulrats von San Diego Unified, zu stellen.

Der Einsatz im Rennen

Shaw, die derzeit den Vorstand des Chino Valley Unified School District leitet, hat den Ball direkt aufgenommen. Sie sieht das geleakte Audio als großen Sieg und argumentiert, dass die Gewerkschaft endlich zugibt, dass sie eine ernsthafte Herausforderung für deren Status quo darstellt. 'Sie haben es gerade zugegeben. Ich bin eine echte Bedrohung für ihre gescheiterte Agenda', sagte Shaw gegenüber der California Post. Sie positioniert sich als Kandidatin für Eltern, die mehr Rechenschaftspflicht fordern, und behauptet, das derzeitige System stelle die Schüler nicht an die erste Stelle.

Das alles passiert, während Kalifornien vor einem massiven strukturellen Wandel steht. Dank eines neuen Gesetzes, das von Gouverneur Gavin Newsom unterstützt wird, soll sich die Rolle des State Superintendent ab Januar 2027 ändern. Statt das Tagesgeschäft zu führen, wird der gewählte Amtsträger in eine unabhängige Rolle für Interessenvertretung und Evaluierung wechseln, während ein Ernannter die eigentliche Logistik des Bildungsministeriums übernimmt.

Warum das wichtig ist

Das ist nicht nur lokales Drama; es ist ein direkter Einblick in den Machtkampf zwischen Befürwortern von Elternrechten und mächtigen Lehrergewerkschaften in Kalifornien. Da die Wahl am 3. November ansteht, wird es ab jetzt nur noch hitziger werden – no cap.