Ein neues Kapitel für El Tri
Es herrscht ein komplett neuer Vibe bei der mexikanischen Nationalmannschaft. Nach einer soliden Weltmeisterschaft, die im Achtelfinale gegen England endete, befindet sich das Team in einer großen Umbruchphase. Rafa Marquez übernimmt offiziell das Ruder und bestreitet heute Abend in Baltimore sein erstes Spiel als Cheftrainer gegen Kolumbien.
Obwohl der ehemalige Trainer Javier Aguirre nun in Valencia gegen den Abstieg kämpft, hat er definitiv seine Spuren hinterlassen. Er schaffte es, das Team zu stabilisieren, das zwischenzeitlich lowkey hinter den USA in der Concacaf zurückgefallen war. Trotz des Ausscheidens hat Mexiko überzeugt und bewiesen, warum sie der amtierende Gold-Cup- und Concacaf-Nations-League-Champion sind. Mit Stars wie Julian Quinones hat die Mannschaft gezeigt, dass sie gegen jeden bestehen kann.
Die Ära Marquez
Marquez tritt in große Fußstapfen, aber er bringt bereits seine eigene Energie mit. Nach seiner Zeit als Leiter der Jugendakademie von Barcelona ist er bereit, dem Team, das er früher als Spieler prägte, seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Er hält die Tür für alle offen und begrüßt auch Hirving Lozano und German Berterame trotz ihrer jüngsten Schwierigkeiten in der MLS zurück.
Alle Augen sind zudem auf die Jugend gerichtet. Das 17-jährige Phänomen Gilberto Mora, der beim Club Tijuana mit fünf Toren und einem Assist in sieben Spielen komplett abliefert, führt die neue Generation an. Weitere Namen, die man auf dem Schirm haben sollte, sind Armando Gonzalez, der kürzlich zu Olympiakos gewechselt ist und mit der Legende Chicharito verglichen wird, sowie Santiago Gimenez, der aktuell bei Porto hart an sich arbeitet. Raul Jimenez bleibt mit 35 Jahren vorerst der Platzhirsch, aber der Konkurrenzkampf wird krass.
Mit einem dreiwöchigen Trainingslager hat Marquez nun die Zeit, seinen Kader wirklich aufzubauen. Der Druck ist hoch, aber das Team ist wieder auf einem stabilen Weg.
Warum das wichtig ist
Die Übernahme durch Marquez ist ein entscheidender Moment für Mexiko. Nach einer starken WM hat er die Chance, erfahrene Routiniers mit aufstrebenden jungen Stars wie Mora und Gonzalez zu vereinen, damit El Tri in der Concacaf weiterhin dominant bleibt.




