Es ist absolute Main-Character-Energy – aber vielleicht nicht ganz so, wie die iranische Regierung es sich erhofft hatte. Ein Video, in dem Israels UN-Botschafter Danny Danon versucht, einem iranischen Vertreter ein Starlink-Satelliten-Internetgerät zu übergeben, geht gerade komplett durch die Decke.
Der virale Moment
Nach der Rede von Premierminister Benjamin Netanjahu vor der UN-Generalversammlung, bei der er ein Starlink-Terminal präsentierte, um den Zugang zum Internet für die Menschen im Iran zu unterstützen, brachte Danon das Gerät direkt zur iranischen Delegation. Das daraus entstandene Video hat mittlerweile fast 9 Millionen Aufrufe in den sozialen Medien erzielt. Realtalk, die Zahlen sind echt krass: Fast 40 % der Zuschauer auf Instagram befinden sich im Iran – für einen israelischen Diplomaten-Account ist das schon ein ziemlich wilder Wert. Danons Team sagt, sie seien völlig überrascht gewesen, da die Aktion eigentlich als Zeichen der Freiheit für das iranische Volk gedacht war.
Die Story spitzt sich zu
Als der Clip die Runde machte, wurde es weird. Danons Büro behauptet, eine Desinformationskampagne sei gestartet worden, um den Schwung der Aktion zu bremsen. Sie wiesen auf altes Material aus dem Jahr 2023 hin, in dem der ehemalige Botschafter Gilad Erdan während eines Protests aus einer früheren Generalversammlung geführt wurde. Nach Angaben aus Danons Umfeld verbreiten Accounts, die sie dem iranischen Umfeld zuordnen, diesen alten Clip erneut, um so zu tun, als handele es sich um eine aktuelle Konfrontation und so die Lage zu verwirren.
Warum das wichtig ist
Diplomatie findet meistens hinter verschlossenen Türen statt. Wenn sie also so chaotisch auf der Timeline landet, zwingt das dazu, darüber zu diskutieren, wer eigentlich die Kontrolle über das Narrativ hat. Angesichts der strengen Internetzensur im Iran zeigt die Reichweite dieses Videos – und der berichtete Versuch des Regimes, davon abzulenken –, dass die digitale Front mittlerweile ein Schlachtfeld mit hohem Einsatz in der internationalen Politik ist. Mehr muss man dazu nicht sagen.





