Die Story um die grenzüberschreitende Kriminalität wird immer wilder. Die kolumbianische Polizei hat am Sonntag bei einer Razzia in Sabana de Torres die Ehefrau und die Tochter von José Adolfo Macías Villamar – dem berüchtigten ecuadorianischen Gang-Boss, besser bekannt als „Fito“ – hochgenommen. Die beiden wurden in Ecuador wegen Geldwäsche gesucht; die Operation lief in enger Zusammenarbeit mit dem FBI und den ecuadorianischen Behörden. Der kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella fand auf X klare Worte: „Kolumbien wird kein sicherer Hafen für die Finanzen transnationaler krimineller Gruppen sein.“ Er plant bereits, sie an den ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa zu überstellen, damit sie sich vor Gericht verantworten können. Falls ihr euch fragt, warum der Typ so eine zentrale Figur in der Crime-Welt ist: Fito ist der Kopf der Los Choneros, die vom US-Außenministerium offiziell als Terrororganisation eingestuft wurden. Er entkam im Januar 2024 aus einem Gefängnis in Guayaquil, was lowkey eine massive Welle von Gewalt und Chaos auslöste – inklusive des viralen Moments, als Gangmitglieder während einer Live-Sendung einen Fernsehsender stürmten. Er wurde schließlich wieder gefasst und in die USA ausgeliefert, um sich wegen Drogenhandels zu verantworten. ## Warum das wichtig ist Auch wenn Fito hinter Gittern sitzt, hat Ecuador immer noch hart mit der Gewalt durch Drogenbanden zu kämpfen. Die Mordrate ist seit 2020 quasi explodiert und hat sich verfünffacht. Präsident Noboa versucht zwar durchzugreifen, aber seine aggressive militärische Strategie steht wegen Menschenrechtsbedenken in der Kritik, besonders nach dem Tod von vier Kindern im Jahr 2024. Obwohl die Wähler ihn aufgrund der extremen Angst vor der Kriminalitätswelle wiedergewählt haben, bleibt die Lage absolut kritisch.